Ein nützliches Werkzeug und vieles mehr

von Nick Smith

Ich habe Kopflosigkeit das erste mal im Frühsommer '94 erfahren und es gab mir direkten Zugang zu vielen Dingen, von denen ich bisher nur ein Menge schriftlicher Zeugnisse hatte, die mir sinnvoll erschienen, doch immer noch fern und unberührbar waren.

Der Workshop hat mich ziemlich beeindruckt und ich nahm die Ideen mit und arbeitete daran, sie in meinem Leben zu verkörpern. Das erste Mal erfuhr ich es, nachdem ich eine übung mit einer Papierröhre gemacht hatte, als ich einfach in jemandes Gesicht blickte, das das andere Ende ausfüllte.

Die Anweisung für die übung war, sich mehr auf das eigene Ende der Papiertüte zu konzentrieren, als auf die andere Person zu starren. Mein Ende der Röhre fühlte sich unermeßlich an und ich erfuhr, in einer tiefen Art und Weise die Vorderseite von etwas sehr Grossem zu sein, wenn man so will. Ich fühlte mich wirklich so, als hätte ich die Unterstützung des Universums und hatte den Eindruck, dass ich mich sogar nach hinten lehnen könnte und dabei körperlich gestützt werden würde.

Jahrelang hatte ich die Literatur jeglicher Konfession und jeder Philosophie gelesen, die über Einssein sprach und dass unsere Getrenntheit nur eine Illusion sei, doch nichts gab mir greifbaren körperlichen Zugang dazu in der Weise, wie es meine kopflose Erfahrung tat.

Ich glaubte ausserdem daran, dass ich mehr bin als bloss meine körperliche Erscheinung und Kopflosigkeit gab mir eine wirkliche Erfahrung davon in einer Weise, die in Worten nicht angemessen beschrieben werden kann. Ich werde trotzdem drei Dinge mitteilen, die ich erfahren habe, zwei in einem Workshop eines in einem Hotel einige Wochen später.

Die erste Sache war bloss ein Kommentar von einer weiteren Teilnehmerin in einem Workshop, als sie verkündete sie werde etwas Wasser in die Leere giessen und meine Wahrnehmung von Essen und Trinken sich dramatisch veränderte. Wozu jemand hinzufügte �Allein Gott schmeckt, riecht und hört".

Das zweite geschah während einer übung, wo wir, anstatt die Welt durch zwei Augen zu betrachten, die wir sehen, wenn wir in einen Spiegel schauen, tatsächlich hinausschauten wie durch ein Auge und dann in der Breite unserer Sichtweite nur von der Breite des Raums begrenzt waren.

Jemand sagte in diesem Moment, dass er einen Freund kenne, der �die Sterne als Hut trägt". Ich hab mir den Bauch gehalten vor Lachen, doch es half mir zudem auf eine neue Ebene des Gewahrseins zu springen, die sich wirklich einfach doch zudem unglaublich tiefgründig anfühlt.

Die dritte Erfahrung, die ich hatte, war ein paar Wochen später und ähnelt dem �Sterne als Hut' Beispiel.

Ich war in einem Hotelzimmer während einer Geschäftsreise und als ich mich auf meine morgendliche Meditation vorbereitete, fühlte ich mich gestört, denn mein normale Gewohnheit ist in der Mitte des Raumes zu sitzen, und so wie der Raum gestaltet war, war das nicht möglich. Das war der Punkt an dem ich begann über mich selbst zu lachen, als mir klar wurde, dass - da ich mit geschlossenen Augen meditiere - die Tatsache, dass ich mit meinem Körper nicht in der Mitte des Raumes positioniert war, nicht den geringsten Unterschied machte, da ich mich selber von allen Wahrnehmungsbeschränkungen befreien konnte

Während ich dies schreibe, wird mir klar, dass diese Erfahrung ziemlich schwierig zu vermitteln sind, doch ich hoffe, dass sie vielleicht deinen Appetit angeregt, wenn nicht sogar gestillt haben.

Ich werde enden, indem ich zwei Arten mitteile, in denen Kopflosigkeit eine wirklich praktische Anwendung hat.

Erstens, im meinem Job muss ich ziemlich oft vor vielen Menschen sprechen und ich finde, indem ich das Gesicht mit dem Publikum austausche, werde ich kaum noch von den Schwierigkeiten berührt.

Zweitens, die bei weitem wertvollste Weise, die ich gelernt habe, um Kopflosigkeit anzuwenden, ist, anderen Menschen zuzuhören und mich wirklich selber aus dem Weg zu schaffen (buchstäblich), so dass ich ihnen zuhören kann, ohne zu verurteilen oder sie zu bewerten, was meiner Ansicht nach der grösste Dienst ist, den wir unseren Mitmenschen zukommen lassen können.

übersetzung: Dennis Wittrock [dennis_wittrock@yahoo.de]