Allgemeine
Einf�hrungSie ist ein moderner Ansatz, der von der Frage ausgeht "Wer bin ich?", und der vorschl�gt, die Antwort auf diese Frage hier und jetzt direkt wahrzunehmen.
Zu diesem Zweck werden einfache, aber tiefgehende Wahrnehmungs�bungen angeboten, die zu dem "Sehen" des eigenen Selbst f�hren.
Aus wenigen Metern Entfernung sah dieser Betrachter einen Menschen, aber aus immer n�herer Distanz nur noch ein Auge, Zellen, Molek�le, Atome, Elektronen usw. bis hin zu praktisch gar nichts.
Entfernte sich der Betrachter immer mehr und sah weiterhin in seine Richtung, sah er anstelle eines einzelnen Menschen immer gr��ere, umfassendere Systeme wie die Menschheit, die Biosph�re, den Planeten, das Sonnensystem, die Milchstra�e.
Die Landkarte, die Harding von sich selbst zeichnete, sah aus wie
eine Zwiebel mit vielen Schichten. Die Schicht, der die Erscheinung
als einzelner Mensch zugeordnet war, lag dabei etwa in der Mitte
zwischen Zentrum und Au�enkreis.
Die Frage, die Harding besonders besch�ftigte, war nun: Wer oder was
ist im Zentrum? Diese Frage war f�r ihn von entscheidender
Bedeutung, da er zu der Zeit gerade im zweiten Weltkrieg als
Soldat in Indien war und er unter st�ndiger Bedrohung einer Invasion
aus dem Osten lebte.
Er wollte herausfinden, wer er wirklich war, bevor er starb. In gewissem Sinn wurde jede andere Frage zweitrangig gegen�ber dieser einen Frage: "Wer bin ich wirklich?"
Die Antwort fand Harding schlie�lich nicht durch Nachdenken, sondern durch Sehen.
Dieser Moment ist in seinem Buch "Zen und die Wiederentdeckung des Offensichtlichen" (Originaltitel: On Having No Head) beschrieben.
Im wesentlichen bestand seine Entdeckung darin, da� er fand, da� er seine Beine, Arme und seinen Rumpf direkt sehen konnte, aber nicht seinen eigenen Kopf.
Dort, an der Stelle, von der aus er guckte, war er kopflos.
Anstelle seines Kopfes war dort nichts - klarer Raum, Leere.
Und in diesem Raum war die Welt. Er hatte "einen Kopf verloren und eine Welt gewonnen".
Diese Erfahrung entspricht dem, was in anderen Traditionen als Befreiung, Erleuchtung, Gottesschau, Sehen der Leere oder zentriert-sein bezeichnet wird.
Anschlie�end schrieb Harding das beachtenswerte Buch "The Hierarchy of Heaven and Earth" (1952, Vorwort von C.S. Lewis), das seine Erfahrung in den Kontext moderner und traditioneller Weltbilder einordnet, unter anderem auch in den Kontext der modernen Wissenschaft.
Es ist eine moderne Landkarte von unserem Platz im Universum.
Harding entwickelte au�erdem Wahrnehmungs�bungen oder "Experimente", die dazu dienen, die Wahrheit dieser Einsicht zu �berpr�fen.